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Das "Lausitzer Porter" von der Bergquell-Brauerei in Löbau. Foto: was-mit-bier.de

Lausitzer Porter im Test: Eine süße Überraschung

In der Bergquell Brauerei im sächsischen Löbau wird „Lausitzer Porter“ gebraut. Die Macher versprechen „eine sagenhaft süffige, dunkle Brauspezialität“. Ob das Porterbier aus dem Osten der Republik auch wirklich hält, was uns die Brauer in Aussicht stellen, zeigt unser Test.

Das „Lausitzer Porter“ ist nach Angaben der Bergquell-Brauerei „eines der ältesten Porter Deutschlands“. Bis ins Jahr 1895 reichen die Wurzeln des sächsischen Schwarzbieres zurück. Wobei, streng genommen handelt es sich beim „Lausitzer Porter“ gar nicht um ein Bier – zumindest nicht im Sinne des Reinheitsgebotes. Eingebraut wird das „Lausitzer Porter“ nämlich unter Verwendung von Zucker, wie beim Blick auf die Zutatenliste sofort auffällt. Aus diesem Grund sprechen die Macher auch von einer „Brauspezialität“. Wie man es auch nennen mag, das „Lausitzer Porter“ ist das Zugpferd der Löbauer Bergquell-Brauerei, die auch ein „Kirsch-Porter“ und ein „Erdbeer-Porter“ im Sortiment hat. Zudem gibt es eine „Punsch“- und eine „Strong“-Variante.

Der erste Schluck ist eine süße Überraschung

Auf dem Etikett der Flasche des „Lausitzer Porter“ steht zwar der Hinweis „Schwarzes“. Doch im Glas kommt das Dunkle eher rötlich-braun daher. Zunächst erinnert es optisch noch an ein Altbier. Sobald sich dann aber schon nach kurzer Zeit die ohnehin gering ausgeprägte, lockere Schaumkrone verflüchtigt hat, könnte man meinen, ein Glas Cola stünde auf dem Tisch. Führt man die Nase ans Glas, erschnuppert man eine unaufdringliche Malznote. Der erste Eindruck beim Trinken wird zuvorderst von der Süße bestimmt: Dem Porter aus der Lausitz merkt man die Zuckerzugabe deutlich an – geschmacklich erinnert es an ein Malzbier. Hat man sich daran erst einmal gewöhnt, kann man sich auf die komplexere Struktur konzentrieren: Im Antrunk ist das „Lausitzer Porter“ rund und vollmundig, die Rezenz ist tadellos – lebendig und forsch. Leicht prickelnde Kohlensäure, mild, malzig. Erst im Nachtrunk meldet sich dann eine leicht herbe, länger nachwirkende Note. Übrigens, der Alkoholgehalt dieser Spezialität ist mit 4,4 Prozent recht gering.

Fazit: Das Besondere für Zwischendurch

Das „Lausitzer Porter“ ist mit seiner süßen Note kein Bier, das man jeden Tag trinkt. Aber es ist eine interessante Bereicherung des Bier-Speiseplans. Wer es nicht kennt, sollte es auf jeden Fall einmal probieren, um sich selbst eine Meinung zu bilden. Besonders Menschen, denen herkömmliche Biere zu herb oder gar zu bitter erscheinen, können am „Lausitzer Porter“ ihren Gefallen finden. Und wer den Geschmack von Malzbier mag, wird das „Lausitzer Porter“ sowieso lieben.

Lausitzer Porter

Bewertung

Optik:
Geruch:
Geschmack:
Preis-Leistung:
Süffigkeit (gesamt):

Bier-Steckbrief

Name: Lausitzer Porter, Schwarzes
Brauerei: Bergquell-Brauerei Löbau GmbH
Alkoholgehalt: 4,4%
Herkunft: Löbau (Sachsen)
Biersorte: Porter
Zutaten: Wasser
Gerstenmalz
Zucker
Kohlensäure
Hopfenextrakt
Stammwürze: k.A.
Bittereinheiten: k.A.
Gärung: obergärig
Farbe: rot-braun, klar
Geschmack: Süß, malzig, süffig
Preis: ca. 1,30 Euro (0,5 l Flasche)

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Der Autor - Tobias Appelt

Geboren in einem Jahr, in dem es eine sensationelle Hopfenernte gab: 1982. Dann aufgewachsen und irgendwann ins biertaugliche Alter gekommen. Seitdem immer auf der Suche nach ausgefallenen Spezialitäten. Der Meinung, dass Bier flüssiges Kulturgut ist - und daher leidenschaftlicher Fan.

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