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Bier Flaschen Gras Wiese
Bier kommt in den unterschiedlichsten Flaschen daher. Foto: pixabay

Die bunte Welt der Bierflaschen – ein Überblick

Frisches Fassbier ist toll. Doch nur die wenigsten Bier-Fans haben in der Küche eine kneipentaugliche Zapfanlage. Im Hausgebrauch kommt das Bier daher meist aus der Flasche. Und bei denen gibt es viele Unterschiede. Das zeigt unser Überblick der Bierflaschen.

Bierflaschen gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Bier noch meist in Fässern durch die Lande gekarrt. Erst danach kamen die Flaschen zunehmend in Mode. Einzeln oder in Kästen gepackt stehen sie in den Regalen der Getränkehändler.

Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 120 verschiedene Flaschentypen im Umlauf. Zuweilen scheint es, als seien der Kreativität der Hersteller kaum Grenzen gesetzt. Fünf Bierflaschenarten, die in Deutschland häufig vorkommen, stellen wir hier kurz vor.

Steinieflaschen

Bis in die 1950er- und 1960er-Jahre hinein sahen Bierflaschen in der Regel fast so aus wie Weinflaschen: ein zylindrischer Körper, der sich nach oben hin verjüngt. Doch dann kamen die Steinieflaschen in Mode. Die entsprechende DIN-Norm aus dem Jahr 1953 regelte erstmals, wie solch ein „Steinie“ (oder auch „Stubbi“) auszusehen hat. Die Kurzfassung: Steinieflaschen sind klein, stabil, braun und bauchig. Und es passen 330 Milliliter rein. Bier-Fans haben der Flasche im Laufe der Zeit viele Spitznamen verpasst: „Bombe“ oder „Granate“ sind nur einige davon.

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Euro-Flaschen

Stabil, schwer und robust: Bis zum Ende der 1980er-Jahre war in Deutschland die Euro-Flasche eine große Nummer. Das braune Glasgefäß, das mit einem Kronkorken verschlossen wird, fasst einen halben Liter Bier. Ein breiter Boden sorgt für sicheren Stand, dann geht es gerade hinauf, und erst im Bereich des Halses verjüngt sich die Flasche. Auch heute sind Euro-Flaschen noch bei einigen Brauereien im Einsatz. Hersteller berichten von aktuell erneut zunehmender Beliebtheit.

NRW-Flaschen

Schlank und handlich: Ab den späten 1980er-Jahren gewann die mit einem Kronkorken versiegelte NRW-Flasche (offiziell: NRW-Flasche in Vichyform) beim Bier an Bedeutung, vornehmlich aus Design-Gründen. Der Name dieses Flaschentyps rührt daher, dass er zuerst im Bundesland Nordrhein-Westfalen verwendet wurde. Die NRW-Flasche hat sich als neuer Standard etabliert. Wobei dies von einem Trend flankiert wurde, Bier in zunehmend individuell gestalteten Flaschen zu verpacken.

Langhalsflaschen

Seit der Jahrtausendwende findet die Langhalsflasche zunehmend Verbreitung. Kaum überraschend: Der Name dieser Flasche beschreibt das Aussehen – die Form zeichnet sich durch ihren langen Hals aus. Vom Hals aus weitet sich die Flasche in einen breiten Körper. In der Marketingssprache ist auch die Bezeichung „Long-Neck-Flasche“ üblich. Die 0,33-Liter-Flasche gehört zu den am häufigsten verwendeten Flaschen in Deutschland.

Bügelflaschen

Werden diese Flaschen geöffnet, ertönt ein lautes „Plöpp“. Bügelflaschen haben keinen Kronkorken, sondern einen Schnappverschluss. Diese Form des Flaschenverschlusses gibt es bereits seit dem späten 19. Jahrhundert. Aufgrund des Bügelverschlusses kann die Flasche – anders als etwa bei Modellen, die mit Kronkorken versiegelt sind – immer wieder geschlossen und geöffnet werden. Zudem genießen Bügelflaschen aufgrund ihrer Optik, der Haptik und dem unverwechselbaren Sound beim Öffnen Kultstatus bei vielen Bierfreunden.

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Der Autor - Tobias Appelt

Geboren in einem Jahr, in dem es eine sensationelle Hopfenernte gab: 1982. Dann aufgewachsen und irgendwann ins biertaugliche Alter gekommen. Seitdem immer auf der Suche nach ausgefallenen Spezialitäten. Der Meinung, dass Bier flüssiges Kulturgut ist - und daher leidenschaftlicher Fan.

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