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Maisels and Friends Teleporter
Imperial Porter: Der Teleporter von Maisel & Friends. Foto: was-mit-bier.de

Imperial Porter von Maisel & Friends – der Teleporter im Test

„Beam me up, Scotty“: Während die Menschheit vom Reisen per Teleportation noch weit entfernt ist, haben „Maisel & Friends“ den Dreh schon raus – und den Teleporter kurzerhand in Flaschen gepackt. Entstanden ist bei dem Brauprojekt ein herrliches Imperial Porter.

Wäre „Star Trek“ nicht bloß eine Fernsehserie, wäre das Leben einfacher: Wir müssten nicht mehr auf den Paketboten warten, alles würde „gebeamt“ – blitzschnell, von einem Ort zum nächsten. Doch leider hat die Wissenschaft den Dreh mit der Teleportation noch nicht so richtig raus.

Deswegen kommt unser Teleporter mit der Post. Und bei unserer jüngsten Verkostung kam dieses biergewordene Gemeinschaftsprojekt der Brauerei Maisel und der Christian Moerlein Brewing Company dann auf den Tisch.

Dunkel, mysteriös und geheimnisvoll

Der Test beginnt. Öffner berührt Flaschenhals, Zack, runter mit dem Korken. Dann teleportieren wir die dunkle Flüssigkeit rasch ins Glas. Zunächst leuchtet der Schwall noch im kräftigen Braunton eines Malzbieres. Doch aufgestaut im Gefäß präsentiert sich dieses Imperial Porter augenblicklich in einem satten Schwarz. Dunkel, mysteriös und geheimnisvoll! Oben auf ruht eine luftig-leichte und zugleich feste Schaumkrone.

Der Geruch, der aus dem Glas aufsteigt, fasziniert. Vordergründig macht sich das Malz bemerkbar, die Nase umspielen Rauch- und Karamellnoten, auch Kaffee und zartbittere Schokolade schwingen mit. Subtil mischt sich ein blumiger Unterton in das Gesamtbild.

Brauer zünden ein echtes Malz-Feuerwerk

Gleich der erste Schluck zeigt, dass die Maisel-Moerlein-Brauer da ein echtes Malz-Feuerwerk zünden. Karamellartig und süß liegt das Imperial Porter zunächst auf der Zunge. Dann schlägt der dezent eingesetzte Hopfen durch – und präsentiert sich als feinherber Widersacher zur Malzsüße.

Angenehm, keineswegs aggressiv, wirken die neun Prozent Alkohol, die in dem Bier stecken. Dabei sorgt das Teleporter schon dafür, dass einem warm ums Herz wird. Es ist ein Bier zum Schwenken, zum immer wieder dran schnuppern – und zum Genießen in kleinen Schlucken. Ein perfekter Begleiter für gemütliche Abende am Kamin, am Lagerfeuer – oder wenn der Regen von außen an die Scheiben ballert.

Ein Begleiter für eine laaaange Reise

Die Flasche leert sich langsam. Der komplex-würzige Gesamteindruck wird greifbarer. Man nähert sich in Ruhe an, nimmt sich Zeit, vergisst den Alltag, schaltet ab. Rauchig ist das Bier, schokoladig – im Mund unglaublich weich, aber sicher nicht weichgespült. Dieses Imperial Stout hat seine Ecken und Kanten – und ist somit eigentlich eher ein Begleiter für eine laaaange, erlebnisreiche Reise und nicht für ein Ruck-Zuck-Ereignis wie eine Teleportation.

Kurzum: Maisel & Friends’ „Teleporter“ ist eine wahrlich runde Komposition. Recht süffig ist sie obendrein. Dieses Bier macht Lust auf mehr. Der Preis schlägt zwar ein Loch in die Kasse, doch wir ordern noch ein paar Flaschen, bevor sie vergriffen sind. Schade nur, dass wir dazu wieder auf den Paketboten warten müssen. Wie schön wäre es doch, wenn uns der Händler das „Teleporter“ einfach in den Kühlschrank beamen könnte…

Maisel and Friends TeleporterAls man sich in Bayreuth mit der „Teleportation“ beschäftigt hat, ist dabei ein Bier entstanden, das tatsächlich die Grenzen von Raum und Zeit sprengt: Teleporter, ein gemeinschaftlich produziertes Imperial Porter der bayrischen Brauerei Maisel und der US-amerikanischen Moerlein Brewing Company aus Cincinnati, Ohio.

Übrigens, Moerleins Firmengründer, Christian Moerlein, wurde im Jahr 1818 in Truppach geboren – knapp 17 Kilometer von der Brauerei Maisel entfernt.

Im August 2017 waren die US-Brauer zu Gast in Bayreuth. Es ist anzunehmen, dass sie mit dem Flugzeug zum „Maisel & Friends“-Co-Brewing anreisten – und nicht per Teleporter. Aber eben diesen wollten sie ja in die Flaschen bringen. Und das ist ihnen hervorragend gelungen. Erhältlich ist ihr Imperial Porter namens Teleporter jetzt in limitierter Auflage. Es gilt: Wenn weg, dann weg. Eine der 0,75-Liter-Flaschen ist bei uns gelandet.


Maisel & Friends – Teleporter

Bewertung

Optik:
Geruch:
Geschmack:
Preis-Leistung:
Süffigkeit (gesamt):

Bier-Steckbrief

Name: Teleporter
Brauerei: Maisel & Friends (Co-Brew: Brauerei Gebr. Maisel KG und Christian Moerlein Brewing Co.)
Alkoholgehalt: 9 % Vol.
Herkunft: Bayreuth (Bayern)
Biersorte: Imperial Porter
Zutaten: Wasser
Gerstenmalz
Hopfen (u.a. Phoenix)
Hefe
Stammwürze: k.A.
Gärung: untergärig
Farbe: schwarz
Geschmack: malzig-komplex
Preis: ca. 7 Euro (0,75 l Flasche)

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Der Autor - Tobias Appelt

Geboren in einem Jahr, in dem es eine sensationelle Hopfenernte gab: 1982. Dann aufgewachsen und irgendwann ins biertaugliche Alter gekommen. Seitdem immer auf der Suche nach ausgefallenen Spezialitäten. Der Meinung, dass Bier flüssiges Kulturgut ist - und daher leidenschaftlicher Fan.

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