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Juicy Black IPA aus Bayreuth: Dirty Thirty von Maisel & Friends. Foto: was-mit-bier.de

Zutaten-Kracher: Dirty Thirty von Maisel & Friends im Test

Im Dirty Thirty von Maisel & Friends ist alles drin, was geht: In diesem Bier stecken je 30 verschiedene Hopfen- und Malzsorten. Braumeister Markus Briemle hat sich mit diesem Juicy Black IPA selbst ein Geschenk zu seinem 30. Geburtstag gemacht.

Bei so vielen Zutaten kann man leicht den Überblick verlieren: 30 Hopfensorten und 30 Malzsorten hat Braumeister Markus Briemle in den Sudkessel geschüttet – heraus kam am Ende das Dirty Thirty. Das Ergebnis dieses außergewöhnlichen Brauexperiments, das Briemle anlässlich seines 30. Geburtstags in Angriff genommen hat, kam bei Maisel und Friends so gut an, dass man sich entschied, das Bier in Flaschen zu füllen. Die Auflage ist streng limitiert. Und eine der Flaschen ist auf unserem Test-Tisch gelandet.

Ist der Korken einmal runter vom 0,33-Liter-Gefäß, landet das Bier rasch im Glas. Die Flüssigkeit präsentiert sich in einem dunklen, fast ins Schwarze driftenden, Braunton. Obenauf thront eine helle, samtig-stabile Schaumkrone. Unmittelbar nach dem Einschenken schwebt ein angenehm hopfiges Aroma durch den Raum. Sehr schön! Das verspricht ein fruchtig-erfrischendes Erlebnis.

Die Komplexität des Dirty Thirty in der Nase

Schwebt die Nase über dem Glas, zeigt sich die Komplexität des Dirty Thirty. Kaffee und Schokolade kitzeln in der Nase. Über allem schweben fruchtig-kräftige Hopfennoten. Dezent schwingt im Hintergrund das Malz mit.

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Das Dirty Thirty von Maisel & Friends. Foto: was-mit-bier.de

Auf der Zunge grüßt dieses Bier mit einem frischen Prickeln, und insgesamt ist der erste Gesamteindruck folgender: sanft, weich und rund. Im Geschmack ist dieses Juicy Black IPA sehr komplex. Und sehr intensiv. Es wird offenkundig, dass im Dirty Thirty satte 62 Bittereinheiten und 8,2 Prozent Alkohol schlummern. Damit ist es kein Bier, dass man sich im Vorbeigehen reinschraubt, sondern eines, mit dem man sich in Ruhe beschäftigen will. Hier ist wirklich alles in ein Glas gepackt, was Hopfen und Malz hergeben.

Annäherung im Schneckentempo

Wir arbeiten uns voran – nicht mit großen Schlucken, sondern in Nipp-Geschwindigkeit. Abwechslungsreich und spannend ist diese Annäherung im Schneckentempo. Immer wieder machen sich neue Geschmacksnuancen bemerkbar. Duftige Zitrusnoten, knackige Früchte aller Couleur, sommerfrische Beeren, ein Hauch von Pfeffer… Schade, dass die 0,33er-Flasche endlich ist. Da wäre noch so viel zu entdecken…

Unser Fazit: Wer auf kräftige Biere steht, die erst nach und nach ihre Geheimnisse preisgeben, sollte das Dirty Thirty auf jeden Fall einmal probiert haben, bevor es vergriffen ist.

Noch nicht bekannt ist, was Braumeister Markus Briemle an seinem nächsten runden Geburtstag präsentiert. Mit seinem 30-30-Experiment hat er die Messlatte hoch angelegt. Sie zu übertreffen wird eine Herausforderung. Wie wäre es also mit „Sporty Forty“? Wir sind gespannt.

Maisel and Friends – Dirty Thirty

Bewertung

Optik:
Geruch:
Geschmack:
Preis-Leistung:
Süffigkeit (gesamt):

Bier-Steckbrief

Name: Dirty Thirty
Brauerei: Brauerei Gebrüder Maisel KG
Alkoholgehalt: 8,2 % Vol.
Herkunft: Bayreuth (Bayern)
Biersorte: Juicy Black IPA
Zutaten: Wasser
Gerstenmalz
Weizenmalz
Roggenmalz
Dinkelmalz
Hopfen
Hefe
Stammwürze: 17,5 °P
Farbe: braun, fast schwarz
Geschmack: komplex
Preis: 2,69 Euro (0,33 l)

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Diese Hopfensorten stecken im Dirty Thirty:

Amarillo, Ariana, Bramling Cross, Callista, Cascade, Celeia, Centennial, Chinook, Citra, Crystal, Ella, Enigma, Hallertauer Blanc, Hallertauer Herkules, Hallertauer Perle, Hallertauer Saphir, Hallertauer Tradition, HBC431, Hersbrucker, Hüll Melon, Mandarina Bavaria, Mittelfrüh, Relax, Saazer, Spalter Select, Styrian Fox, Styrian Golding, Tettnanger, Triskel, Vic Secret.

Den Hopfen hat sich Braumeister Markus Briemle organisiert bei der in Nürnberg ansässigen Barth-Haas Group, dem weltweit größten Anbieter von Hopfenprodukten und –dienstleistungen. Die 30 Malze für das Dirty Thirty hat Briemle gleich vor der Haustür eingesammelt: bei Weyermann in Bamberg, dem Weltmarktführer im Bereich der Spezialmalze.

Der Autor - Tobias Appelt

Geboren in einem Jahr, in dem es eine sensationelle Hopfenernte gab: 1982. Dann aufgewachsen und irgendwann ins biertaugliche Alter gekommen. Seitdem immer auf der Suche nach ausgefallenen Spezialitäten. Der Meinung, dass Bier flüssiges Kulturgut ist - und daher leidenschaftlicher Fan.

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