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Hosen Helles
Hosen Hell: das Bier der Düsseldorf Rockband Die Toten Hosen. Foto: was-mit-bier.de

Hosen Hell – Das neue Bier der Toten Hosen im Test

Die Toten Hosen haben jetzt ihr eigenes Bier rausgebracht. Die Band kommt bekanntlich aus Düsseldorf. Da sollte man ein Altbier erwarten. Aber es ist etwas ganz anderes! Was ist denn da los? Wir haben uns das Hosen Hell näher angesehen.

„Und weil es ohne Bier nicht geht, rufen wir ganz schnell heraus: Ja sind wir im Wald hier? Wo bleibt unser… “ Ähm, ja, wie hieß es noch gleich in dem Lied aus dem Jahr 1986 auf dem Album „Damenwahl“? Ganz sicher nicht „Helles“, oder? Wir sind uns gerade nicht mehr so sicher. Denn die Toten Hosen haben jetzt ihr eigenes Bier auf den Markt gebracht. Und – kaum zu glauben – es ist kein Altbier. Sondern ein Helles. In dem dann aber doch ein wenig Alt drinsteckt. Theoretisch zumindest.

Hosen Hell
Hosen Hell. Foto: was-mit-bier.de

Denn: Gebraut wird das Hosen Hell unter der Leitung der Düsseldorfer Hausbrauerei Uerige im bayrischen Au in der Hallertau. Der Traditionsbetrieb Uerige ist weit über die Grenzen NRWs bekannt für sein herausragendes Altbier. Warum man nun ausgerechnet dort für ein Helles Pate steht, erklären die Toten Hosen so: Weil es mit dem Uerige ja schon „das beste Altbier“ gäbe, habe man sich nach anderen Brauvarianten umgesehen – und sich schließlich für ein Helles entschieden. Dass der Pro-Helles-Entschluss auch schlicht und ergreifend der bundesweiten Vermarktung dienlich sein könnte, ist hingegen Spekulation.

Hosen Hell war schnell ausverkauft

Wie auch immer, wir konnten eine der Hosen-Helles-Flaschen erwischen, bevor die Band erstmals auf Facebook meldete, dass die Bestände ausverkauft seien. Logisch, dass wir gleich getestet haben, ob es etwas taugt, oder ob wir künftig lieber wieder auf eisgekühlten Bommerlunder und zehn kleine Jägermeister umsteigen sollten…

Im Glas präsentiert sich das Hosen Hell in einem satt-strahlenden Goldgelb. Eine dezente Schaumkrone ruht obenauf, und der prüfende Blick lässt eine sanfte Perlage erkennen. So erwartet man das bei einem ordentlichen Hellen. Ja, rein optisch macht dieses hübsche Bierchen schon was her!

Stille Wasser sind tief

Gleich der erste Schluck offenbart dann auch die unglaublich erfrischende Kraft eines gut gekühlten Hellen bei sommerlichen Temperaturen. Der sanft malzige Geruch der von dem Bier emporsteigt, ist insgesamt wenig aufdringlich. Der Geschmack auch. Doch stille Wasser sind tief. Ganz, ganz leise hören wir aus dem Glasinneren ein zärtliches Flüstern: „Komm schon, nimm mich!“, haucht die Stimme. „Ich tu Dir auch nichts…“ Und wie so oft bei diesen vermeintlich unschuldigen Geschöpfen, geht es dann echt steil, wenn es die anfängliche Schüchternheit ablegt. Dass hinter der Fassade 5,2 Umdrehungen stecken, sei hier nur am Rande erwähnt.

Grundsätzlich ist das Hosen Hell ein Helles, so wie wir es mögen. Egal, ob zur Brotzeit oder zu einem deftigen Braten – es erfrischt zu jeder Tageszeit, und es punktet obendrein mit maximaler Süffigkeit. Ein echtes Durstbier! Und zwar eines, an dem nicht nur Hardcore-Hosen-Fans ihren Spaß haben dürften. Aber, natürlich, besonders auf dem Weg zu einem Konzert ist dieses Bier zum Vorglühen der Oberknaller.

Schlossbrauerei/Uerige – Hosen Hell

Bewertung

Optik:
Geruch:
Geschmack:
Preis-Leistung:
Süffigkeit (gesamt):

Bier-Steckbrief

Name: Hosen Hell
Brauerei: Schlossbrauerei
Alkoholgehalt: 5,2 % Vol.
Herkunft: Au in der Hallertau (Bayern)
Biersorte: Helles
Zutaten: Wasser
Gerstenmalz
Hopfen
Stammwürze: k.A.
Gärung: untergärig
Farbe: goldgelb
Geschmack: unaufdringlich
Preis: ca. 1,50 Euro (0,33 l)

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Der Autor - Tobias Appelt

Geboren in einem Jahr, in dem es eine sensationelle Hopfenernte gab: 1982. Dann aufgewachsen und irgendwann ins biertaugliche Alter gekommen. Seitdem immer auf der Suche nach ausgefallenen Spezialitäten. Der Meinung, dass Bier flüssiges Kulturgut ist - und daher leidenschaftlicher Fan.

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